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Mohn

 Papaver ssp


  • Klatschmohn Papaver rhoeas 
  • Türkischer Mohn Papaver orientale
  • Schlafmohn Papaver somniferum 

Die obengenannten Moharten sind vorzügliche Futterpflanzen. In Schildkrötenkreisen ist Mohn als Futterpflanze umstritten, da er im Laufe der Wachstumsperiode Alkaloide ausbildet, die sich in dem weißen Milchsaft befinden. Einige Klatschmohnarten und Türkischer Mohn enthalten keinen oder nur wenig weißen Milchsaft, Schlafmohn enthält sehr viel davon. Reptilien besitzen eine höhere Toleranz für Alkaloide als Säugetiere (Dennert, 2008) Ich füttere verschiedene Mohnsorten seit Jahren (natürlich nicht in rauhen Mengen) und konnte keine negativen Auswirkungen feststellen. 


Klatschmohn

Vom Klatschmohn können alle Pflanzenteile verfüttert werden. Er wächst in den Schildkrötenhabitaten am Mittelmeer und wird dort gern gefressen, wie ich selbst beobachten konnte.
Kultur: Mohn ist ein Lichtkeimer und kann ganzjährig ausgesät werden. Als Pionierpflanze besiedelt er Schutthalden, frisch bearbeitete Gartenbeete oder Feldränder. Hier säht er sich tausendfach selbst aus. Die Samen bleiben jahrelang keimfähig. Er wächst am üppigsten auf kalkhaltigem Lehmboden, ist aber nicht wählerisch. Nur auf grasbewachsenen Flächen wartet man vergeblich bis die Saat aufgeht. 

Klatschmohn im April

 

Klatschmohn im Juni

 

Schlafmohn

Vom Schlafmohn verfüttere ich hauptsächlich die jungen Blätter und die Blüten. 

Stängel, Blattrippen und besonders die unreifen Samenkapseln älterer Pflanzen enthalten weißen Milchsaft, in dem die Alkaloide Morphin, Codein enthalten sind. Aus ihnen wird in einem bestimmten Verfahren Opium gewonnen. Ich verfüttere diese Pflanzenteile sparsam, auch wenn ich noch nicht festgestellt habe, dass meine Schildkröten davon schläfrig oder high wurden. Die reifen Samenkapseln enthalten den bekannten Mohn, den man zum Backen und Kochen verwendet. Mohnsaat ist reich an Calcium, Phosphor, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren Meine Schildkröten sind wild auf die reifen Samenkapseln.

Kultur: Der Anbau ist in Deutschland verboten, in der Schweiz und in Österreich jedoch erlaubt. Die Samen halten sich jahrelang im Boden. So kommt es, dass sich Schlafmohn selbst aussamt.

Schlafmohn im Mai

 

Schlafmohn im Juli


 Türkischer Mohn

Der Türkische Mohn ist in Vorderasien beheimatet. Bei uns kennt man ihn als Gartenstaude. Einmal gepflanzt kommt er jedes Jahr wieder. Die Blätter sind rauh und pelzig und werden von den Schildkröten gern gefressen. Die Blüten sind leuchtend rot, orange oder rosa. 

Türkischer Mohn

 

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